Das erbsündchen und die Genetik.

Das erbsündchen ist krank und muss daheim bleiben. Nach einer gefühlten Regenerationsphase von ca. 35 Minuten (die um ca. 7.48 Uhr beendet war), war sie wieder fit, hatte aber ein anderes, schweres Problem.
„Oh nein, Mama, schau! Ich habe einen Magenknochen am Knie! Ohhh nein!“
„Einen Magenknochen? Was ist das? Ich sehe nur eine Schramme, Schnäuzchen.“
„Siehst du ihn denn nicht, den Magenknochen?“
„Nein. Was ist das denn, ein Magenknochen?“
„Das ist, wenn du dir gestern beim Trampolinspringen das Knie gebrochen hast. So wie ich! Oh nein, da schau!“
Atmen, Ilka. Atmen „Schnäuzchen, du hast dir gestern nicht das Knie gebrochen.“
„Oh, nicht? Gott sei Dank!“ … hüpft davon.
WTF … MAGENKNOCHEN??? Egal. Kaffee.

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„Mama, wollen wir Puppenhaus spielen?“
„Unbedingt!“ Gedanklich schiebe ich die Beantwortung meiner Mails auf etwa 3 Stunden nach hinten.
„Ok. Du bist die Mama, ich bin das Kind.“
„Cool.“

Das Puppenhaus ist gerade total angesagt, denn es hat eine Kingel und ich habe heute gefühlte 1.795 Mal geklingelt (das findet sie am Tollsten, denn dann bellt auch noch ein Hund) und folgenden Text von mir gegeben, als sie dann die Haustür von der anderen Seite aus geöffnet hat: „Oh Hallo! Ich war gerade in der Gegend und dachte, ich schau mal auf einen Kaffee vorbei!“

Horror pur, bereits nach dem 10. Mal – ich werde heute Nacht davon träumen. Ich hab dann natürlich variiert in: Hey Gudn, wie gehts? Hey, haste mal´n Euro? Hohoho, gibt es hier Kekse? Guten Tag, wird dieses Haus demnächst frei? Hallo, können Sie bitte nicht um die Mittagszeit Rasenmähen? Hallo, kann ich mich auf ihr Sofa legen und schlafen? … durfte ich übrigens nicht.

Krönender Abschluss war dann – als ich sie irgendwann im Laufe bat damit aufzuhören, den Inhalt ihrer Zahnpastatube in den Abfluss zu drücken: „Mama, das MUSS ich machen. Das ist genetisch.“

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