Mutterliebe.

Zwischen den beiden Bildern liegen über 18 Jahre – auf dem linken bin ich im 6. Monat schwanger. Auf dem rechten seht ihr meine Älteste, die am Wochenende ihre Volljährigkeit feiert. Mich erfüllt dies mit Dankbarkeit und Erstaunen.

Dankbarkeit, für ein gesundes, kluges Mädchen, das absolut seinen eigenen Kopf hat und Erstaunen, wie schnell die Zeit doch vergeht. Zu gut erinnere ich mich an die mit ihr durchwachten Nächte, an ihre nicht enden wollenden Wutanfälle und später ihre pubertären Selbstzweifel.

Wer hätte gedacht, dass aus diesem Energiebündel, das immer gegen ALLES war, grundsätzlich nicht das wollte, was möglich war und deren ersten Worte „nein“ und „mehr“ waren (geschrieen, nicht gesagt), die mich mit ihren Wutanfällen die ersten Jahre wirklich auf die Probe gestellt hat (#keinKindfürAnfänger) und scheinbar keinen Schlaf brauchte, ein so unglaublich ausgeglichener, friedlicher, höflicher, glücklicher und hilfsbereiter Mensch wird?

Jeder von euch, der Kinder hat wird wissen, wovon ich spreche. Und ich habe gute Nachrichten für diejenigen, die noch am Anfang stehen: Haltet durch. Stärkt eure Kinder mit Liebe und Vertrauen, gebt ihnen Halt, seid für sie da, verzeiht ihnen alles und habt Geduld. Für euch sind es durchwachte Nächte, die vorüber gehen, Schlaf, den ihr irgendwann nachholen könnt. Geduld, die sich in Vertrauen auszahlt. Nachsicht, die eure Kinder immer wieder zu euch zurück kommen lässt.

Anstrengende Phasen, die vorbei gehen und die – mit Gelassenheit bewältigt – eure Kinder zu einem Menschen machen, der stark und mit sich selbst im Reinen durch den Rest seines Lebens geht. Weil er weiss, dass es zumindest einen Menschen auf dieser Welt gibt, der ihn vorbehaltlos liebt und an ihn glaubt.
Für Kathy

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