Das erbsündchen und die Freundschaft.

Seit Mo von nähMØment mir in der erbsünde-Nähwerkstatt hilft, sind das erbsündchen und der kleine Schatt(z)i zu sehr engen Freunden geworden, denn sie verbringen diese Zeit miteinander.
Und sie freuen sich so sehr auf diese gemeinsamen Tage.
Das erbsündchen fragte mich heute wieder auf der Fahrt in den Kindergarten:
„Mama, warum gehe ich noch mal in den Kindergarten?“
„Weil du da gerne hingehst, Schnäuzchen. Zum Spielen.“
„Ah ja, stimmt. Aber am Freitag. Am Freitag gehe ich nicht. Dann kommt E.“

Wer hätte gedacht, dass diese beiden kleinen Menschen so zusammenfinden? Dieser kleine, sehr eigenwillige Junge mit seinen unverrückbaren Vorstellungen darüber, wie der gesamte Tag und alles darin und darum herum verlaufen soll und der ohne seine Ordnung nicht leben kann. Und das kleine erbsündchen, das einfach nur so hochglücklich durch die Welt flattert.

Nun erklärt sie mir gestern, dass seine Pilonen im Garten genau dort stehen bleiben müssen, bis er wieder kommt, weil es ihm wichtig sei. Also mitten im Weg, aber gut.
Findet sie ein Spielzeug das er bei uns vergessen hat, legt sie es ganz sorgfältig an eine bestimmte Stelle, damit sie es ihm direkt beim nächsten Mal wieder geben kann.
Warum?
Sicher nicht, weil sie plötzlich ordentlich geworden ist. Nein.
Sondern weil er ihr Freund ist und es IHM wichtig ist. Sehr, sehr wichtig. Und das merkt sie.
Ich bin so stolz auf die beiden Kleinen. Auf das erbsündchen, weil sie die Eigenheiten ihres Freundes ohne Erklärung erkennt und respektiert und auf den kleinen Schatt(z)i, weil er sich immer und immer mehr öffnet. Sie darf inzwischen seinen Baustellenhelm tragen – und manchmal fährt er jetzt auch links ums Haus … weil das erbsündchen das schöner findet, als immer rechtsrum.

Und was haben Mo und ich daraus gelernt? Auch wir haben unsere Eigenheiten aber wir respektieren sie. Wir ärgern uns nicht über mehrfache Nachfragen, wir respektieren schlechte Tage und Unsicherheiten.
Und warum? Weil wir Freunde sind.
Wenn man jemanden wirklich mag, dann kommt man mit all seinen Eigenheiten zurecht. Eigentlich genießt man sie schon fast, weil man derjenige ist, der diesen einen Menschen so gut kennt.
Das macht eine „Freundschaft“ zu einer WAHREN Freundschaft. Es ist nicht anstrengend, nein. Man investiert in etwas sehr sehr sehr Gutes. Etwas Einzigartiges.

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