Oh. Sommerferien.

Dass wir Sommerferien haben spürt man als allererstes daran, dass sich die Parkplatzsituation in München schlagartig verbessert. Und, dass ich morgens zur Arbeit nur 15, anstatt 40 Minuten brauche.
Meine Sommerferien beginnen damit, dass mir lässig das Zeugnis auf den Tisch geschleudert wird, während sich die Kinder schon die Kleidung vom Leib reißen, den Bikini anziehen und mit einem Sprung im Pool sind.
Das Wetter spielt dabei keine Rolle – hey, es sind Sommerferien! Da geht man schwimmen – egal ob es regnet oder nicht – denn es heisst doch SOMMER-Ferien? Und Sommer = Wasser!
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Gut, gegen diese Logik komme ich nicht an. Manchmal donnert und blitzt es, aber wie gesagt: Es sind Sommerferien. Da geht man ins Wasser!

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In den Sommerferien haben wir im Haus eine Fluktuation wie am Bahnhof. Das eine Kind fährt eine Woche Zelten, dafür kommen von dem anderen Kind für ein, zwei, drei Tage oder Wochen Freundinnen zum Übernachten. Unser Haus ist ja ohnehin schon ständig voller Mädchen – aber in den Sommerferien bekommt der Begriff VIELE eine ganz neue Dimension. Viele sind dann sehr, sehr viele. Und ab und an traut sich auch mal der Cousin dazu.

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Was sich für mich ändert? Überall liegen tonnenweise nasse Handtücher  herum, der Kühlschrank ist chronisch leer und ganz oben auf meinem Einkaufszettel Lebensmittel die sämtlich im alleralleralleruntersten Teil der Lebensmittelpyramide zu finden sind: Pommes, Pizza und Chips.

Ich liebe es, wenn das Haus voll ist und das Perfekte daran:  ich muss keinen Gast bespaßen oder bekochen, das erledigt sich von selbst. Meine Töchter backen, kochen und dekorieren und ich weise nur ab und an mal darauf hin, dass sie bitte schauen mögen, dass das Haus nicht abbrennt.

„Neiiiin, Mamaaaa! Entspann dich mal! Hier, iss eine Waffel.“ Meine Töchter sind nach dem Schulstress gelöst, freuen sich und feiern (würde ich auch tun, bei SECHS Wochen Ferien!). Das Haus ist voll und es zahlt sich aus, dass wir so viele Kissen und Decken für Übernachtungsgäste haben. Ich gehöre ja zu den Müttern, die lieber 20 Kinder zu Gast haben, und dafür wissen, wo ihre Kinder sind.

Ach so –  wir haben übrigens nicht nur menschliche Übernachtungsgäste … da sind auch noch zwei Jack Russel, die fünf Wochen Urlaub bei uns machen. Flasher und Luna (Gott steh mir bei).

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Luna friert. Obwohl Sommer ist. Es sind Sommerferien, Luna! Da friert man nicht!
Los, ab in´s Wasser!