Ernährungsumstellung Low Carb – mein Erfahrungsbericht Teil 2

Heute folgt der versprochene Teil 2 meines Berichtes zur Ernährungsumstellung, wir starten mit dem Heißhunger auf Süßes. Da ich Empfehlungen ausspreche und zu einige Produkten verlinke, deklariere ich den Beitrag als Werbung.

Low Carb. Weniger Zucker – mehr Liebe

Vorweg: Wer sich noch nicht mit den schädlichen Eigenschaften von Zucker befasst hat und gar keine Vorstellung davon hat, wie viel Zucker überall drin ist, dem empfehle ich das Instaprofil von Nicola Herrmann. Sie zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie viel Zucker in den gängigen Lieblingsprodukten ist. Es ist erschreckend, vor allem auch, wie viel Zucker Produkten für Babies und Kinder zugesetzt wird. So werden sie schon früh an den Zuckerkonsum gewöhnt. Damals, als ich vor 22 und 20 Jahren meine ersten beiden Töchter bekommen habe, war das noch kein Thema. Weil es günstiger war, habe ich viele Babymahlzeiten selbst gekocht und püriert (teilweise eingefroren) und ihnen Zwischendurch – je nach Alter – eine Banane, Rosinen oder Apfelschnitze in die Hand gedrückt. Und weil meine Mutter es mir ans Herz gelegt hatte. Im Nachhinein war das gut. Vielleicht könnt ihr das ja im Hinterkopf behalten, wenn ihr das nächste Mal vor dem Quetschies-Regal steht, oder überlegt, ob ihr dem Kind auf die Schnelle eine Capri Sonne in die Hand drückt. Vor allem blutet bei diesen Einweg-Plastikverpackungen immer mein Less Waste-Herz. Es ist vielleicht etwas umständlicher, aber man kann auch unterwegs immer gesunde Alternativen dabei haben. 

Mein Favorit für Low Carb Produkte

Zurück zu meiner Ernährungsumstellung. Wie einige bereits erraten haben: Bei der Firma, deren Produkte mir dabei am meisten geholfen haben, handelt es sich um Simply Keto. Bei meiner Suche nach zuckerfreien Alternativen bin ich auf viele Seiten gestoßen, die Low Carb-Produkte anbieten. Aber hier werden bei den Ersatzprodukten hochwertige Mehle, gut verträgliches Erythrit und viele Nüsse verwendet, was mich überzeugt hat. Sie haben sich auf Low-Carb und glutenfreie Lebensmittel spezialisiert und ihr Angebot ist wirklich groß! Bei allen Produkten steht die genaue Menge an Kohlenhydraten und Nährwerten dabei, die enthalten sind. Daher spare ich mir auch diese Details. Dass die Firma ihren Sitz in Deutschland (Berlin) hat und von einer jungen Frau gegründet wurde, hat mich dann restlos überzeugt. Ich habe inzwischen bei ihnen angefragt und sie haben tatsächlich einen Rabattcode für euch zur Verfügung gestellt. Mit dem Code erbsuende10 bekommt ihr 10% auf nicht reduzierte Produkte aus dem Hause Simply Keto (mit dem Simply Keto Logo drauf). Danke noch mal an dieser Stelle dafür!

Vegane und vegetarische Ernährung low carb – geht das?

Die Frage kam vermehrt auf und ja, das geht auf jeden Fall! Die Veganer und Vegetarier unter euch mögen mir verzeihen, wenn ich nicht extra auf die pflanzlichen Alternativen eingehe. Auf der Seite von Simply Keto werdet ihr aber auch glücklich, wenn ihr euch fleischlos und ohne tierische Produkte ernährt. Schaut mal bei den Rezeptvorschlägen vorbei.

Selbermachen oder fertig kaufen?

Bevor ich nun endlich beginne, möchte ich noch folgendes erwähnen: Viele der von mir genannten Produkte kann man selber machen. Ich backe und koche zwar gerne, aber nur, wenn ich Zeit dafür habe. Diese ist bei mir meist sehr knapp. Und da Heißhungerattacken einen ja bekanntlich plötzlich überfallen und man dann keine Lust hat anzufangen, erst einmal Backzutaten herauszusuchen, ist es auf jeden Fall von Vorteil, wenn die Ersatzprodukte bereits fertig und griffbereit sind. Am Wochenende kann man sich dann Zeit für eine eigene Zubereitung nehmen. Ich stelle euch hier meine Lieblingsprodukte vor, aber wenn ihr die Seite besucht werdet ihr sehen, dass die Auswahl sehr groß ist. Schaut euch in Ruhe um und entscheidet, wonach euch ist.

Seid vorbereitet – low carb Produkte griffbereit haben

Ob ihr euch nun für fertige Produkte entscheidet oder alles selbst kochen und backen möchtet: Stellt zu Beginn eurer Ernährungsumstellung unbedingt sicher, dass ihr immer etwas kohlenhydratefreies zum Essen oder Naschen griffbereit habt. Denn oft ist es genau diese Falle: Auf die Schnelle – und weil grad nichts anderes griffbereit ist – greift man dann doch schnell zur Semmel oder backt eine Fertigpizza auf. 

Wie ich euch bereits erzählt habe, war mein größtes Problem der Heißhunger auf Süßes. Das heißt, ich habe mich im ersten Schritt zunächst darauf konzentriert, diesen in den Griff zu kriegen. Denn wie gesagt – ich hatte morgens den Vorsatz gefasst, an diesem Tag nichts Süßes zu essen und ab nachmittags reichte dann doch erstaunlich wenig, um diesen Vorsatz über Bord zu werfen. Der letzte Donut z.B., der in der Box übrig bleibt, nachdem Herr erbsünde und das erbsündchen sich bedient hatten. An dem man 3, 5, 7 Mal vorbei geht, ihn mit todesmutiger Verachtung ignorierend, obwohl er einen regelrecht anspringt. Und bei dem man dann beim 12. Mal einfach seufzend sagt: “Na gut, komm her, ich kümmere mich um dich. Aber danach ist Schluss!” Dass es nicht dabei bleibt, muss ich euch wohl nicht sagen, denn sobald der Zucker und das Weißmehl angefangen haben im Körper zu arbeiten, ist man schon auf der Suche nach mehr.

 

Es gilt also so zufrieden und gesättigt zu sein, dass einen solche Anblicke nicht mehr stören. Dass man konsequent und leichten Fußes an diesen Verlockungen vorbei gehen kann. Dass man sagen kann: “Mein Lieber, ich weiss, wie gut du schmeckst. Aber ich weiss auch, was du mit mir machst.”

Mein Schokoladenersatz

Es gibt zuckerfreie Schokoladentafeln mit Erythrit, aber die sind vielleicht nicht Jedermanns Sache. Man muss sich ein wenig an den Geschmack von Erythrit gewöhnen. Es schmeckt sehr süß, gleichzeitig aber auch irgendwie kühlend – nicht unangenehm, nur ungewohnt. Es ist schwer zu beschreiben, am besten probiert ihr es selbst einmal. Mischt man ihn (in Kuchen, auf Riegeln), so schmeckt man ihn nicht mehr heraus. An dieser Stelle ein kurzer Hinweis: Erythrit wirkt in großen Mengen abführend. Wann diese Menge erreicht ist, weiss ich allerdings nicht, scheinbar habe ich es noch nicht übertrieben.

 

 

Mir haben aber dafür die Riegel besonders gut geschmeckt und sehr geholfen: Ich habe ganz viele probiert und meine absoluten Favoriten sind der Lemon Crisp Bar, der Chocolate Almond Nut & Seed Bar und der Low Carb Riegel Kokos. Sobald mich die Lust auf Schokolade überkam oder ich einfach nur etwas Süßes essen wollte, schnappte ich mir einen der Riegel.

Pimp your Low Carb Riegel

In den ersten 2 Wochen war mein Heißhunger auf Schokolade noch enorm. Da mir sogar die Riegel mit Schokoladenüberzug nicht genügt haben, habe ich sie mit den zuckerfreien Schokodrops gepimpt. Ich habe die Drops geschmolzen (ca. 8-10 Stück) und dann über einen Riegel meiner Wahl gegossen. Danach habe ich ihn im Kühlschrank aushärten lassen und mit viel Genuss verspeist. Bei so viel (zuckerfreier) Schokolade ist dann auch erst einmal der Heißhunger weg und satt machen die Riegel außerdem auch noch. Man hat Schokolade gegessen, aber keine Gewissensbisse. Keinen Blähbauch und keine Kopfschmerzen. Und auch keinen Hunger auf mehr. Es gibt die Drops aus Vollmilch- und Bitterschokolade, ich habe beide und mische sie meistens. Sie lassen sich auch hervorragend zum Backen verwenden. Oder wenn man möchte, auch pur lutschen, denn sie schmecken sehr gut.

Damit war mir tatsächlich schon sehr geholfen. Sobald der Heißhunger kam, schnappte ich mir einen Riegel und genoss ihn auf die Schnelle oder gepimpt genüßlich beim Entspannen. Für mehr Abwechslung könnt ihr mal bei den Rezepten von Simply Keto reinschauen. Ich kann euch übrigens jetzt schon verraten, dass ihr immer weniger braucht – inzwischen (jetzt nach über 3 Monaten), esse ich kaum noch Schokolade. Und der Heißhunger danach ist komplett weg.

Mein Kuchenersatz

Auch für die Kuchenliebhaber unter uns gibt es tolle, zuckerfreie Alternativen. Du möchtest ein Stückchen Nusskuchen zum Kaffee? Oder einen Zitronen-Donut? Du kannst dafür entweder die Backmischung wählen oder die Leckereien auch schon fertig kaufen. Ich kann sie sehr empfehlen, denn ich habe sie ausgiebig getestet. Sie schmecken köstlich und vor allem auch hier wieder gilt: Sie machen so satt, dass du danach einfach kein Verlangen nach mehr hast.

Mein Chipsersatz

Irgendwann habe ich mich auf die Suche nach Chipsersatz gemacht – gar nicht so einfach. Es gibt Speckkrusten, die null Kohlenhydrate haben, sie sind aber geschmacklich recht gewöhnungsbedürftig. Dann gibt es Chicken Chips (getrocknetes Hühnchenfleisch) und Cheddar Pops. Beides kein wirklicher Ersatz für Kartoffelchips, sie sind aber trotzdem sehr hilfreich bei Chips-Heißhunger, denn man hat etwas zu knabbern und kann auch nicht wirklich viel davon essen, denn sie machen satt. 

Seid ihr extreme Käseliebhaber, so wie ich, dann könnt ihr auch mal selbstgemachte Parmesan-Chips probieren.

 

So. Damit waren meine Hauptprobleme erst einmal gelöst. Den Heißhunger auf Süßes mit anschließender Lust auf Chips hatte ich in den Griff bekommen und ich war bereit für den nächsten Schritt: Brot, Baguette, Brötchen, Nudeln, Pizza und Co sollten auch weichen, denn auch sie konnte ich nicht nur in Maßen genießen und sie verursachten mir ebenfalls Müdigkeit, Kopfschmerzen und einen schlimmen Blähbauch.

Dazu dann in Teil 3 mehr.
Im Teil 1 findest du meine Vorgeschichte.

Wie immer gilt: Auch in diesem Beitrag gebe ich nur meine persönlichen, subjektiven Ansichten und Erfahrungen wieder.
Fragen und Feedback könnt ihr gerne in den Kommentaren posten.

Ganz liebe Grüße und fühlt euch gedrückt,
Ilka

2 comments on “Ernährungsumstellung Low Carb – mein Erfahrungsbericht Teil 2”

  1. Astrid Merling sagt:

    Liebe Ilka, schon der erste Teil deines Erfahrungsberichtes hat mich mitgerissen – sachlich und informativ formuliert, spannend zu lesen. Du nimmst uns schwungvoll und sachkundig an die Hand zu einem Thema, das die meisten von uns nicht nur viel beschäftigt, sondern auch ausbremst. Hier meine ich das ewig schlechte Gewissen nach einem opulenten Essen. Und das ist so schade. Du machst Mut und zeigst einen Weg.
    Und nun Teil 2: Kann ich das praktisch umsetzen und wie fange ich es an? Nun, was mich angeht: Ich starte durch. 👍🏻😃 Mit deinen Tipps und Anregungen ist der erste Schritt, der ja bekanntlich immer der schwerste ist, ganz sicher machbar. Ich mache mich dann mal auf den Weg. ❤️

    1. erbsuende sagt:

      Oh das freut mich so sehr, danke liebe Astrid!

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